Einleitung (von Axel Köhler)Studierende müssen auf allen Ebenen eines Berufungsverfahrens beteiligt werden. Bei einer funktionierenden Kommunikation zwischen den studentischen Vertreterinnen in den beteiligten Gremien sind die Einflußmöglichkeiten daher recht gut.Diese Einflußmöglichkeiten sind wichtig, weil damit eine
Chance besteht, die personelle Erneuerung der Hochschulen zu beeinflussen.
Diese personelle Erneuerung wird notwendig werden, da in den nächsten
10 Jahren 80% der heutigen Hochschullehrerinnen in den Ruhestand treten.
Die Unerfahrenheit der wenigen studentischen Vertreterinnen gegenüber
der erfahrenen professoralen Mehrheit führt leider häufig dazu,
daß die Chance, gute Professorinnen zu berufen, nicht genutzt wird.
Für eine effektive studentische Interessenvertretung ist es notwendig, beim Auftreten von Problemen frühzeitig die studentischen Vertreterinnen auf den nächsthöheren Ebenen zu beteiligen. Daher geht der Inhalt des Readers über die eigentliche Arbeit der Berufungskommission hinaus und beschreibt im Anhang die ganze Prozedur des Berufungsverfahrens genauer. Da das Hochschulsystem der Bundesrepublik sehr differenziert ist, konnten nicht alle Besonderheiten der einzelnen Bundesländer und ihrer Hochschulen erwähnt werden. Teilweise konnten diese Besonderheiten jedoch z.B. in Fußnoten berücksichtigt werden. Soweit dies möglich war, wurden zudem die gesetzlichen Grundlagen für die einzelnen Verfahrensschritte angegeben. Dieser Text ist sicherlich noch verbesserungs- und erweiterungsbedürftig, entsprechende Anregungen sind immer willkommen. Wichtig wäre besonders eine Anpassung an die einzelnen Hochschulstandorte und ihre Besonderheiten. Es soll hier noch einmal ausdrücklich Bernd Fick für seinen Beitrag gedankt werden. Auf ihn geht ein großer Teil der Urfassung des Textes zurück. Kennerinnen seine Stils werden die eine oder andere seiner typischen Formulierungen sicher erkennen. Danksagung: Ich danke Ulli für das aufwendige Besorgen des BerlHG und das Erstellen des Anhangs (Stud.Gutachten), Susanne für mehrfaches gründliches Korrekturlesen, den Mitgliedern des FVMB und der Kasseler Arbeitsgruppe für zahlreiche arbeitsaufwendige Anregungen und hier besonders Jochen Wild für Rat und Einsatz. Den Maschbaufachschaften in Bochum und München sei für das Bereitstellen des Flussdiagrammes zum Berufungsablauf bzw. des Fragebogens zum Berufungsvortrag gedankt. Auch Prof. D. E. Knuth und Mr. Lamport sollen nicht unerwähnt bleiben.
Berufen, aber richtig! Herausgegeben von UNiMUT/GAL
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