2. EinleitungEine Milliarde Web-Adressen, dies prognostizieren viele für das Jahr 2000 1. 1996 gingen Schätzungen noch von 40 Millionen Menschen mit Netzzugang aus 2 , wieder andere sprechen von 300 Millionen Webseiten, die momentan online seien 3 . Allein das deutsche Yahoo-Verzeichnis (http://www.yahoo.de/) hat ca. 64 000 Webseiten indexiert 4 .Egal welche Zahlen nun richtig sind: Daß in dieser Riesenmenge von Datenangeboten einige Informationen untergehen, scheint selbstverständlich. Gerade wenn ein Informationssuchender in Rand- oder Spezialbereichen auf die Suche geht, wird er von der Unmenge der Daten erschlagen, die sein Suchziel knapp verfehlen, allerdings nicht die gesuchten Antworten liefern. Das Internet ist eine geradezu unerschöpfliche Informationsquelle. Die Kunst besteht mittlerweile schlicht und einfach nur noch darin, sich in dieser Riesenmenge unstrukturierter Daten zurechtzufinden und an benötigte Informationen zu kommen. Zu diesem Zweck wurden von Beginn dessen, was heute pauschal als "Internet" bezeichnet wird, die verschiedensten Arten von Suchunterstützung von verschiedenen Seiten zur Verfügung gestellt. Das System Gopher, ein unmittelbarer Vorläufer des WWW, verfügte über ein Suchsystem ‚Veronica‘, ‚Archie‘ half dabei, Dateien im Netz zu finden, deren Name man kannte, und ‚X500‘ funktionierte als eine Art Telefonbuch für die Useradressen im Netz. Daneben gab es voluminöse Printreader, die allzu häufig schon beim Druck veraltet waren, Yellow Pages für das Datennetz, Netzguides, Verzeichnisse‚ wichtiger Netzadressen‘ usw. Für das Information Retrieval wird in Zukunft die künstliche Intelligenz Künstliche Intelligenz immer wichtiger, da sich die Informationen nur noch die begleitende Unterstützung eines Vorfilters sinnvoll aus dem Netz holen lassen.
1 vgl. Potempa u. a.: Informationen finden im Internet, München, Wie 1998, S. 215 |
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