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Fachwissenschaftliche Darstellung und fachdidaktische Aufbereitung des Lehrplanthemas:
"Veränderungen im Einflußbereich der Sowjetunion beschreiben und Auswirkungen auf das Ost-West-Verhältnis darlegen und bewerten können." 1.2 Die Auflösung der Sowjetunion Die Reformen scheiterten im Verlauf zum Teil aufgrund der Machtposition der in den Planungsinstanzen befindlichen Parteifunktionäre. Ebenfalls ein Problem waren die fehlenden Rahmenbedingungen für ein mit mehr Handlungsspielraum ausgestattetem Unternehmen. Das Kreditwesen beispielsweise, wichtig zur Gründung von Unternehmen, war komplett unterentwickelt. Auch der Staatsaufbau und die ungelösten, lange Zeit nur unterdrückte Nationalitätenfrage waren Gründe für das Ende der Sowjetunion.6 Ein Gelingen einer derart gravierenden Reform hätte viel Zeit in Anspruch genommen. Am 11. März erklären sich die Teilrepubliken Estland und Litauen für unabhängig. 1990 war ein Rückgriff auf konservative Kräfte zu verzeichnen. Einige Reformorientierte traten aus (wie z.B. Schewardnadse), da ihnen die Reformen nicht schnell genug voran gingen bzw. radikal genug erschienen. Der Taktierer Gorbatschow war um das Fortbestehen der Union und der KPdSU besorgt und deshalb gezwungen, den vielen konservativen Kräften in der Partei Zugeständnisse zu machen. Er wollte ein Aufbegehren gegen ihn und seine Reformbemühungen verhindern. Ein Putschversuch orthodox-kommunistischer Kräfte am 19. August 1991 gegen den russischen Präsidenten Gorbatschow sollte die Unterzeichnung eines neuen Unionsvertrages verhindern, in welchem eine auf freiwilligem Beitritt beruhenden Union begründet werden sollte. Da sich große Teile der Bevölkerung dem "Notstandskomitte" der Putschisten widersetzte, mußten sich die Reformgegener schon zwei Tage später ihr Scheitern eingestehen Nach dem gescheiterten Putsch traten ausgeprägte Zentrifugaltendenzen der bis dato unterdrückten und von der Moskauer Zentralgewalt abhängigen Einzelstaaten der Sowjetunion offen zutage. Der Putschversuch am 19.8.1991 gegen den schwach gewordenen Gorbatschow im August 1991 markiert das letzte Aufbäumen alten Kräfte gegen die Stärkung der Teilrepubliken der SU und den Verlust der Macht der Zentralgewalt. Durch die Niederschlagung wurde der seit Juni 1991 im Amt befindliche russische Präsident Jelzin gestärkt. Wenige Tage danach, am 24. August 1991, trat Gorbatschow als KPdSU-Generalsekretär zurück 1.2.1 Entstehung neuer Staaten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion Der neue Unionsvertrag konnte trotz ihres Scheiterns zwar von den Reformgegnern verhindert werden, die grundsätzlichen Tendenzen zur Eigenständigkeit der einzelnen Teilrepubliken jedoch wurde dadurch bestenfalls zeitlich verzögert. Die UdSSR brach praktisch von selbst im zweiten Halbjahr 1991 zusammen. "Am Beginn der neunziger Jahre befand sich die Sowjetunion tatsächlich in einer quasi-revolutionären Situation - aber gänzlich ander, asl Gorbatschow es sich vorgestellt hatte: Die staatliche Gewalt war paralysiert, die Republiken und Nationalitäten der Sowjetunion pochten auf Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, die Versorgung mit elemenaren Konsumgütern brach zusammen, in der Wirtschaft kam es zu politischen Streiks. Gorbatschow und seine Regierung wurden immerunüberhörbarer zum Rücktritt aufgefordert." 7 Schon am 5. September 91 verkündete der Kongreß der Volksdeputierten das Ende der alten Sowjetunion. Im Dezember wurde von 11 der ehemals 15 Teilrepubliken die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) gegründet. Mitglieder waren die Staaten Armenien, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisien, Moldawien, Rußland, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekisan und Weißrußland. Estland, Georgien, Lettland und Litauen zogen es vor, nicht den GUS beizutreten. Der 31. 12. 1991 markiert das offizielle Ende der Sowjetunion.
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